Ortsrundgang: die neue Katholische Kirche
(nach einem Beitrag von August Hafner)

Neue Katholische Kirche
(Foto: Kath. Pfarrgemeinde)
mit Glockenklang

Seit 1743 benutzten die Katholiken die kleine Marienkirche in der Ortsmitte. Sie wurde zwar 1836 erweitert, aber sie reichte im 20. Jahrhundert dann doch nicht mehr aus. Zeitweise mussten sogar zwei Gottesdienste für die inzwischen auf ca. 900 Katholiken angewachsenen Gemeinde abgehalten werden. So wurde der Bau einer neuen Johannes-Kirche auf dem Gewann "Knappenjockel", einem hoch gelegenen Platz, durchgeführt.

Der imposante Bau wurde 1963 fertig gestellt. Ungewöhnlich bei dieser Kirche ist, dass es einen Mittelgang, aber keinen mittleren Eingang gibt. Dadurch entstand Raum für eine Taufkapelle unter der Orgelempore.

Die zweimanualige Orgel wurde durch die Firma Steinmeyer in Öttingen/Bayern gefertigt (Opus 2366), am 3. Adventsonntag 1981 erfolgte die feierliche Orgelweihe. "Der Organist der Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg, Herr Peter Schumann, hat die Orgel meisterhaft gespielt und das neue Orgelwerk den Gläubigen aufs beste vorgestellt." So besitzen die katholischen Christen nun ein ehrwürdiges Kirchengebäude von besonderer Individualität. Seit dieser Zeit finden in dem auch akustisch meisterlich gelungenem Raum häufig Orgel- und Orchesterkonzerte (z.B. anläßlich der Orgelreise des Rhein-Neckar-Kreises mit der Jungen Philharmonie) und andere musikalische Darbietungen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, insbesondere zur Weihnachtszeit, statt.


Hochaltar
Die beiden historischen Altäre stammen aus der alten Marienkapelle. Der Hochaltar (links) trägt noch das Kurfürstliche Wappen.
Marienaltar

Der Marienaltar
Orgelempore
Unter der Steinmeyer-Orgel
verweisen sieben Fenster auf die sieben Sakramente